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Auf dieser Seite finden Sie die Meinung der Wählervereinigung zum Thema Wirtschaftsförderung der Stadt durch die Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH (EGZ).

 

Die Bürger für Görlitz sprechen sich deutlich für eine eigenständige Wirtschaftsförderung der Stadt aus, die durch die Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH (EGZ) betrieben wird. Die immer wieder geforderte Zusammenarbeit in dieser Frage mit dem Landkreis ist sinnvoll, kann aber eine Förderung der Wirtschaft, die sich gezielt um die Bedürfnisse der in der Stadt ansässigen Unternehmen sowie der Tourismus-Destination Görlitz kümmert, nicht ersetzen.

Die Unterstützung der Entwicklung einer leistungsfähigen Wirtschaftsstruktur nach der politischen Wende und dem Aderlass der Bevölkerungsabwanderung in den neunziger Jahren ist nach wie vor eine anspruchsvolle und in jedem Falle eine Aufgabe, die einen langen Atem erfordert. Zahlreiche Unternehmen haben die Unterstützung durch die Görlitzer Wirtschaftsförderung bereits positiv bestätigt und der Beitrag der EGZ zur guten Entwicklung des Tourismus kann – trotz der generellen Schwierigkeit, die Wirkung von Werbeleistungen zu belegen – zweifellos als gegeben angenommen werden. Die Prämierung für die Entwicklung der Stadtmarke Görlitz durch unabhängige Touristiker, darf hier als eindeutiger Hinweis verstanden werden.

Wir stellen die Wirtschaftsförderung als freiwillige Leistung der Stadt daher nicht in Frage und sprechen uns auch zukünftig für eine entsprechende Berücksichtigung im städtischen Haushalt aus.

Gleichzeitig sind wir allerdings auch davon überzeugt, dass Maßnahmen der Wirtschaftsförderung nur greifen können, wenn sie in gleicher Weise auch von der Wirtschaft mitgetragen und ergriffen werden. Dies gilt neben dem vielfältigen Netzwerk der touristischen Leistungsträger insbesondere auch für den Einzelhandel.

Während im Tourismussektor in den letzten Jahren viele positive Qualitätsinitiativen zu beobachten sind und mehrere höherwertiger Hotels entstanden sind, so erkennen wir im Einzelhandel noch erhebliche Reserven, die genutzt werden können.

Wir unterstützen ohne Abstriche die finanzielle Unterstützung der Stadt für die Einführung des sogenannten BID (Business Improvement District, neudeutsch für: Wirtschaftlicher Entwicklungsbereich) im Umfeld der Berliner Straße. Wir stellen fest, dass das BID-Initiative im Wesentlichen von den Hauseigentümern und nicht vom Einzelhandel selbst getragen wird. Es bleibt daher eine Herausforderung für die städtische Wirtschaftsförderung, gemeinsame praktische Konzepte mit dem Einzelhandel zu entwickeln und umzusetzen. Besonderes Potential sehen wir auch hier in der Bildung von lokalen Qualitätsnetzwerken im Einzelhandel und Dienstleistungssektor, die dem Internethandel wirkungsvoll den Servicegedanken entgegensetzen, aber auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Internethandel selbst, der auch für den Einzelhandel immer mehr an Bedeutung als ergänzender Vertriebsweg gewinnt.

Nicht zuletzt sehen wir es als unmittelbare städtische Verpflichtung an, alle Möglichkeiten im Bereich der Ansiedlung von Betrieben auszuschöpfen und zu diesem Zweck die Bereitstellung geeigneter Gewerbeflächen zu optimieren. Deren Vorhaltung und Entwicklung stellen wir auch nicht in Frage, wenn sich kein kurzfristiger Erfolg einstellt. Vorsorge für die Stadtentwicklung ist ein langfristiges Geschäft und kommt der Wirtschaft wie der Stadtgesellschaft nachhaltig zugute. Dies gilt ebenso für eine gute Kooperation mit der über hervorragende Gewerbeflächen verfügende  Gemeinde Kodersdorf.

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