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“Die BFG und die CDU haben mit der Beschlußvorlage zur zukünftigen Namensgebung des Sees eine Vorlage eingebracht, die in ihrer Thematik nicht neu ist und in den Jahren seit Beginn der Flutung zwar schon häufig thematisiert aber nie ernsthaft auf eine Umsetzung hin ernsthaft verfolgt wurde.

Wir sind der Auffassung, dass die Entwicklung am See es jetzt erforderlich macht eine Entscheidung in der Frage der zukünftigen Namensgebung herbeizuführen. Warum wir das jetzt für notwendig erachten, dazu komme ich in meinem Beitrag.

Im eigentlichen Sinn handelt es sich nicht um eine Umbenennung des Sees, da der Name Berzdorfer See von den Anliegergemeinden nie beschlossen wurde, sondern der Name folgt einem Arbeitstitel im Zusammenhang mit der Rekultivierung der ehemaligen Grubenanlage.

Es ist uns bewusst, dass diese beabsichtigte Namensänderung oder Neubenennung eine sehr widersprüchliche Diskussion auslösen wird, weil sich über die Jahre der Name Berzdorfer See in der Region verankert hat und der Name natürlich auch an die in den 60er Jahren des letzten Jhds aufgegebene Ortschaft Berzdorf erinnern soll.
Wir haben es hier also mit einer Namenstradition zu tun und wir alle wissen, dass man eine Veränderung von Traditionen nicht leichtfertig angehen sondern sie eher bewahren sollte.
Das ist man nicht nur der Geschichte sondern auch der Gegenwart schuldig.

Warum jetzt aber doch dieser Vorstoß?

Wenn man den Empfehlungen aus der umfangreichen Studie von Herrn Engel zur Leitidee der touristischen Entwicklung des Berzdorfer Sees folgt, hat die zukünftige touristische Entwicklung des Sees in Verbindung mit der Stadt Görlitz sowie mit der gesamten südlichen Oberlausitz auch eine strategische Bedeutung für die Entwicklung der sächsischen Tourismuswirtschaft insgesamt , aber natürlich besonders für die Ferienlandschaft der Oberlausitz.
Die Bedeutung der touristischen Entwicklung des Sees geht damit weit über die eines Naherholungsgebietes hinaus.
In der Studie wurde unter touristischen Aspekten eine umfangreiche Stärken und Schwächen – Analyse zum Entwicklungspotenzial des Sees durchgeführt.
Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass unser See im Norden durch das Lausitzer Seenland und Westen durch das Leipziger Seenland schon umgeben ist von Urlaubsseen, kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass der See auf Grund seiner besonderen Ausstrahlung insbesondere in Verbindung mit den touristischen Angeboten der Stadt Görlitz ein großes Urlaubspotenzial besitzt.
Auf die Frage, ob eine Umbenennung des Sees notwendig ist antwortete Herr Engel

Zitat: Ein solches Projekt (die Entwicklung des Sees als Urlaubsdestination) ist schwierig umzusetzen und es müssen alle Kräfte und Möglichkeiten, die sich zu deren Umsetzung bündeln lassen, genutzt werden.
Wir haben insgesamt in Deutschland 1300 Seen und alle werden in irgendeiner Form touristisch genutzt. Um aus dieser Masse herauszuragen bedarf es zusätzlicher Attribute und da ist die Stadt Görlitz natürlich das geeignetste Argument überhaupt. Ich kenne nur 23,3 andere deutsche Seen die über eine ähnlich schöne Stadt in unmittelbarer Nähe verfügen, Schwerin Güstro und Potsdam.

Und im Strukturellen Rahmenplan wird hierzu festgehalten:
Eine erfolgversprechende touristische Marktpositionierung des Sees setzt eine enge regionale Vernetzung in der Angebotsstruktur und Vermarktung voraus. Der Stadt Görlitz
kommt hier eine tragende Rolle zu als imagebildendes Positionierungsmerkmal des Sees und als bedeutender Angebotsfaktor.

Die Stadt hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich im touristischen Markt weiter entwickelt und die jährlichen Steigerungen der Übernachtungszahlen belegen dieses deutlich. Der Name Görlitz hat durch eine intensive touristische Vermarktungsstrategie mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad.
Dieser kann und muß für die Entwicklung eines Urlaubsstandortes am See genutzt werden.
In der Begründung zum Beschlußantrag schreiben wir: „Der See wird geografisch jedem erkenntlich positioniert. Alle Ortschaften am See kommen automatisch in den Genuss des Standortvorteils der unmittelbaren Nähe zu Görlitz, dessen Bekanntheit und vielseitigen Angebotspalette: Kultur-Shopping-Gastronomie-Stadtfeste.“
Und weiter
„Der Name „Görlitzer See“ und die Entwicklung des Sees zum Urlaubsziel werden die Aufmerksamkeit des Marktes für die ganze Gegend erhöhen und deren Image in dem Maße stärken, in dem es gelingt, ein herausragendes Produkt zu entwickeln.“

Warum jetzt diese Beschlußvorlage?
Am gesamten See liegen mittlerweile 11 Bebauungspläne vor, deren Vorbereitung und Bearbeitung auf Grund der schwierigen Rahmenbedingungen des Bergrechtes, der Geologie, bis vor kurzem noch der Hochwasserproblematik sich über mehrere Jahre hinzieht. Und natürlich steht immer auch die Frage im Raum, ob derzeit eine Investition am See erfolgreich sein kann.
Hinter diesen Bebauungsplänen stehen teilweise umfangreiche Projekte wie Golfplatz, Ferien- und Hotelanlagen, die in absehbarer Zeit umgesetzt werden sollen und für die wir Planungssicherheit schaffen müssen. Diese Unternehmen müssen sich nach Betriebsaufnahme wirtschaftlich sofort im touristisch umkämpften Markt behaupten. Eine spätere Namensänderung wäre für die Vermarktung dieser Unternehmen wirtschaftlich unvertretbar.

Görlitz verfügt über 2/3 der 16 km langen Uferfläche des Sees und wir tragen damit eine erhebliche Verantwortung für dessen zukünftige Entwicklung.
Wir hoffen, dass der Oberbürgermeister unsere beiden Partnergemeinden überzeugen kann, diesen für die Zukunft des Sees nicht unwichtigen Schritt mitzugehen.”

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