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Auf dieser Seite finden Sie Beiträge und Meinungen zu Besuchen des Vorstandes bei Bürgern und Institutionen.

 

100_0090 Bürger-Besuch am 01. Februar 2017 beim Niederschlesischen Kleingärtnerverband 

Am 1. Februar 2017 waren wir beim Niederschlesischen Kleingärtnerverband (NKV) zu Besuch. Frank Reimann, der Geschäftsführer, gab uns wichtige Informationen über die Situation und die Bedürfnisse der zahlreichen Kleingärtner in der Stadt Görlitz. Insgesamt verzeichnet er aktuell ca. 4500 Pachtverhältnisse. Eine gewaltige Zahl, zumal man nach Angaben von Herrn Reimann davon ausgehen kann, dass hinter jedem Pachtverhältnis 2,5 regelmäßige Nutzer jeder Kleingartenparzelle stehen. Das sind dann mehr als 11.000 Nutzer, fast zwanzig Prozent der Stadtbevölkerung!

Natürlich macht auch den Kleingärtnern die Demographie zu schaffen. Ein großer Teil aller Kleingärtner ist heute schon über 65 Jahre alt und der Nachwuchs reicht gegenwärtig noch nicht aus, um alle ungenutzten Kleingärten zu beleben. Vorausschauend denkt der Verband aber schon jetzt gemeinsam mit der Stadt über die Zukunft nach und stellt sich die Frage, welche Kleingartenanlagen zukünftig möglicherweise aufgegeben werden sollten und in welche man im Gegenzug mehr investieren sollte, um sie noch attraktiver zu machen.

In diesem Zusammenhang teilte uns Herr Reimann ein seit Jahren unerfülltes Anliegen der Kleingärtner mit: In vielen Städten ist es üblich, dass 20 Prozent der an die Stadt entrichteten Pacht für die Kleingärten (aktuell 28.000 €) zweckgebunden an den Verband zurückfließen, um Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen zu finanzieren, die der Allgemeinheit dienen bzw.  Leistungen sind, die der Vermieter (Stadt) zur Instandhaltung der Mietsache eigentlich sogar selbst erbringen sollte. Herr Reimann nannte hier die Pflege von Gemeinflächen und Wegen, Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor leichtfertigem Vandalismus u.ä. Wir finden dass eine sehr vernünftige Idee. Immerhin handelt es sich bei den Kleingartenanlagen in Görlitz um 120 Hektar Freizeit-, Erholungs- und Grünflächen von hohem ökologischen Wert. Und 28.000 € pro Jahr bei über 11.000 Nutzern, das ist eine sehr bescheidene Summe, die auch bei einer angespannten Haushaltslage der Stadt leistbar sein müsste. Wir werden darauf hinwirken, dass unsere Stadtratsfraktion dies in die aktuelle Haushaltsdiskussion einbringt.

Obwohl fast jeder von uns Kleingärtner in seinem Bekanntenkreis hat oder eben auch selbst Kleingärtner ist, war der große Überblick, den uns Herr Reimann vermittelte, sehr informativ und überraschend facettenreich, angefangen von der langen Tradition vieler Anlagen über die vielfältigen ökologischen Aspekte wie dem Schaffen von Nistplätzen und dem Erhalt von Arten bis hin zum Imkern von Stadthonig, der aufgrund der Blütenvielfalt wertvoller ist als mancher Landhonig.

Wir haben vereinbart, im späteren Frühjahr mit Herrn Reimann einen Rundgang durch einige Kleingartenanlagen zu machen, um uns das alles vor Ort anzuschauen. Außerdem haben wir zugesagt, den NKV mit unserem Erfahrungswissen bei der Beantragung geförderter Beschäftigungsverhältnisse zu unterstützen. Denn wir hatten einfach das Gefühl, dass hier Herz und Verstand an der richtigen Stelle sind. Vielen Dank!

 

 

 Bürger-Besuch am 18. Oktober 2016 bei der Stiftung Diakonie-Sozialwerk Lausitz

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