OB-Wahl in Görlitz 2019: Franziska Schubert tritt als Kandidatin eines bürgerlichen Bündnisses an

Franziska Schubert tritt als Kandidatin bei der Oberbürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 in Görlitz an.
Dabei wird sie von einem bürgerlichen Bündnis unterstützt. Zu diesem gehören die im Görlitzer Stadtrat vertretenen Bürger für Görlitz und Bündnis 90/ Die Grünen sowie das parteiunabhängige Netzwerk Motor Görlitz. Am Samstag stellten sich die Kandidatin und das Bündnis erstmals den Fragen der Presse. Zuvor hatte es Mitgliederversammlungen der Bürger für Görlitz und Bündnis 90/Die Grünen gegeben, wo Franziska Schubert jeweils einstimmig gewählt wurde. Die Akteure des derzeit in Gründung befindlichen Vereins Motor Görlitz hatten Franziska Schubert per stimmungsvoller Akklamation ebenfalls als Kandidatin gekürt.

Die Vertreter des gemeinsamen Bündnisses erklärten im Pressegespräch, dass Franziska Schubert aufgrund ihrer Persönlichkeit, ihres fachlichen Hintergrunds, ihrer praktischen Erfahrungen und der Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, das aus ihrer Sicht beste Angebot für die Görlitzer bei der anstehenden OB-Wahl sei.

Die Landtagsabgeordnete ist in Görlitz gut vernetzt, kennt viele politische und gesellschaftliche Akteure persönlich und freut sich auf einen spannenden Wahlkampf. Für diesen wünscht sie sich vor allem Fairness im Umgang miteinander und einen Wettstreit der besten Lösungen. Sie wirbt für mehr Miteinander und wird in den nächsten Monaten viel in den Stadtteilen unterwegs sein: „Ich freue mich über Einladungen, um einander kennenzulernen. Gern komme ich zu den Menschen, seien es Unternehmen, Vereine, Seniorenheime oder Jugendzentren. Lassen Sie uns einander kennen lernen. Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Menschen hinter meiner Kandidatur versammeln und mit mir gemeinsam gute Wege für diese wunderbare Stadt entwickeln. Mich interessiert, was Görlitz denkt, was den Menschen gefällt, worüber sie sich ärgern, was verbessert werden kann und soll, wo Unterstützung gebraucht wird.“

Diesen verbindenden Stil möchte sie auch als Oberbürgermeisterin pflegen. „Ich bringe einen reichen Erfahrungsschatz in Sachen Bürgerbeteiligung mit nach Görlitz und bin überzeugt davon, dass die Dinge am besten werden, wenn sie von vielen klugen Köpfen und im Miteinander entwickelt werden. Ich will eine bürgerfreundliche und ermöglichende Stadtverwaltung, die Engagement unterstützt und proaktiv hilft. Die Mitsprache und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung der Stadt liegt mir am Herzen. Denn die Menschen vor Ort und aus der Praxis wissen am besten, was wir für Lösungen benötigen, damit wir die Stadt weiter voranbringen. Görlitz hat mit der Lage im Herzen Europas, den verfügbaren Gestaltungsräumen und seinen Kulturschätzen das Zeug dazu, neben Leipzig und Dresden zum stärksten Magneten in Sachsen zu werden, der Menschen mit positiver Kraft anzieht. Dieses Potenzial möchte ich gemeinsam mit den Görlitzerinnen und Görlitzern ausschöpfen“, so Franziska Schubert.

Als weitere Themen sieht sie:
– die Entwicklung der Wirtschaft und Wertschöpfung in der Stadt,
– Herausforderungen im Bereich der Daseinsvorsorge, hier insbesondere der Schulen und Kitas sowie der Feuerwehren
– den sozialen Bereich rund um Familien und das Miteinander der Generationen sowie die Engagementförderung
– die Unterstützung der Jugendkultur
– ein gutes Miteinander mit Zgorzelec sowie der Region
– eine kluge Haushaltspolitik für ein gutes, vielfältiges Leben in der Stadt

Franziska Schubert wurde 1982 in Löbau geboren und wuchs in Neugersdorf auf. Die studierte Wirtschafts- und Sozialgeografin kehrte nach ihren Studien- und Arbeitsjahren in Osnabrück, Budapest und Dresden vor einigen Jahren in ihre Heimat zurück. 2014 wurde sie für Bündnis 90/ Die Grünen Stadträtin in Ebersbach-Neugersdorf sowie Kreisrätin. Im selben Jahr zog Franziska Schubert in den Sächsischen Landtag ein, wo sie finanzpolitische Sprecherin und Mitglied des Petitionsausschusses ist. Die Katholikin ist außerdem religionspolitische Sprecherin und Sprecherin für sorbische Angelegenheiten und wurde 2015 zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Als engagierte Netzwerkerin hat die 36-Jährige in den letzten Jahren vielfältige Spuren hinterlassen. Sie gehörte 2010 zu den Mitbegründern vom „Bündnis Zukunft Oberlausitz“, welches sich insbesondere dem Umgang mit dem demografischen Wandel auf vielfältige Weise widmet. In diesem Netzwerk engagieren sich rund 700 Menschen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen. 2011 gründete sie den LEBENs(T)RÄUME e.V. in Ebersbach-Neugersdorf, der bundesweites Renommee für ein ökologisches Brachflächenprojekt zur Bienenhaltung genießt. Zu ihrem ehrenamtlichen Engagement gehören auch die Mitwirkung im Beirat der Schkola Oberland, im GründerZeiten e.V. und beim Katholischen Deutschen Frauenbund. 2012 wurde sie Neulandgewinnerin der Robert-Bosch-Stiftung und ist seit 2016 als sächsische Vertreterin Jurymitglied im Neulandgewinner-Programm der Stiftung.

 

Bild von Juliane Mosterz

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